Ausgabe 01-2025 I Mittelungen aus den
Arbeitsgemeinschaften, -gruppen, -kreisen

Arbeitsgemeinschaft Digitalisierung der HNO-Heilkunde (digiHNO)
Kristen Rak, Würzburg
Shabnam Fahimi-Weber, Essen
Geschäftssitzung: 09. Mai 2024 I Messe Essen, Congress Center Ost
Tätigkeitsbericht 2024
Der Vorstand berichtete über die folgenden Themen und Fortschritte:• Neugestaltung der Homepage: Im Fokus steht eine moderne und benutzerfreundliche Darstellung.
• Organisations- und Kommunikationsstruktur auf Trello: Einführung und kontinuierliche Pflege der Aufgaben und
Kommunikation.
• Kommentierungen von Gesetzesvorlagen und Referentenentwürfen: Eine wichtige Aufgabe zur politischen Mitgestaltung.
• Die Arbeitsgruppe wird sich zukünftig auf drei Arbeitsbereiche fokussieren: Sektorenübergreifende Zusammenarbeit, Digitale Medizinprodukte und Fort- und Weiterbildung unter Digitalisierungs-Aspekten
• Die Schaffung eines Expertenrates ist geplant, um gezielt Expertise und Beratung für die kommenden Projekte zu integrieren.
Die Schriftführerin berichtet wie folgt:
• Die Arbeitsgruppe hat aktuell 85 aktive Mitglieder, darunter Niedergelassene und Klinikärzte.
• Ankündigungen und Kommunikation mit den Mitgliedern erfolgen über folgende Kanäle:
o Website der AGru digiHNO: www.digital.hno.org
o Monatlicher Newsletter der DGHNO-KHC
o direkte Mailings
Der Kassenwart berichtet wie folgt:
• Die Einnahmen im abgelaufenen Geschäftsjahr beliefen sich auf 5607,50 €, die Ausgaben auf 1679,12 € und der Gewinn betrug 3928,38 €.
• Der aktuelle Kontostand beläuft sich auf 5799,80 € (Umsatzsteuerrückzahlung steht noch aus).
Wahlen und Entlastung des Vorstands:
• Der Vorstand wurde einstimmig mit 5 Enthaltungen entlastet.
• Professor Stefan Volkenstein, Minden, steht nicht mehr für den Posten des weiteren Vorstandes zur Verfügung.
Eine Danksagung wurde ausgesprochen.
• Der neue Vorstand wurde einstimmig gewählt und setzt sich wie folgt zusammen:
o Vorsitz: Prof. Dr. med. Kristen Rak, Würzburg
o Stellv. Vorsitzende/Schriftführerin: Dr. med. Shabnam Fahimi-Weber, Essen
o Kassenwart: Priv.-Doz. Dr. med. habil. Achim Georg Beule, Münster
o Weiterer Vorstand: Prof. Dr. med. Jan-Christoffer Lüers Dr. med. Johannes Taeger, Aachen
Die nächste Arbeitstagung für das Jahr 2024 wird am 15. November in Essen stattfinden, Gastgeberin ist Shabnam Fahimi-Weber. Das Thema der Tagung wird die intersektorale Zusammenarbeit sein. Die Arbeitstagung für 2025 wird in München stattfinden.
Anschriften der Verfasser:
Prof. Dr. med. K. Rak
Vorsitz AGru digiHNO
Univ. HNO-Klinik
Josef-Schneider-Str. 11, D-97080 Würzburg
Dr. med. S. Fahimi-Weber
Stellv. Vorsitz/Schriftführerin AGru digiHNO
HNO-Zentrum-Ruhr
Bocholder Str. 2, D-45355 Essen
3. digiHNO-Summit am 15.11.2024 in Essen
Kristen Rak, Würzburg
Shabnam Fahimi-Weber, Essen
Björn Spahn, Würzburg
Begrüßung durch den Vorstand:
Der diesjährige digiHNO-Summit findet in der Universitäts-HNO-Klinik Essen statt. Nach der offiziellen Begrüßung durch die Vorsitzenden der Arbeitsgruppe Digitalisierung der HNO-Heilkunde (digiHNO), Prof. Dr. med. Kristen Rak und Dr. med. Shabnam Fahimi-Weber beginnt die erste Vortrags-Session.
Session 1:
Prof. Dr. med. Stefan Mattheis: IDEA4RC eine technisch basierte Plattform zum europäischen Austausch von Tumordaten
Zusammenfassung:
Professor Mattheis thematisiert in seinem Vortrag die Nutzung künstlicher Intelligenz (KI) in der medizinischen Datenverarbeitung und stellt dabei die Synergien zwischen moderner IT-Infrastruktur und aktuellen Forschungsinitiativen in den Fokus. Seit 2020 arbeitet die Univ.-Klinik Essen zusammen mit dem Institute for AI in Medicine intensiv an der Analyse und Aufarbeitung medizinischer Daten mittels KI. Insbesondere im Bereich seltener Tumorerkrankungen im HNO-Bereich wird beispielsweise über das EURACAN-G7-Netzwerk ein besonderer Schwerpunkt auf die Entwicklung und Implementierung europäischer Leitlinien gelegt.
Dr. med. Dr. Markus Gantert: Ambulantisierung – Chancen und Risiken
Zusammenfassung:
Dr. Dr. Gantert beleuchtet die Grundlagen der Ambulantisierung und das erhebliche Potenzial, stationäre Behandlungen in den ambulanten Bereich zu verlagern. Ein zentrales Problem erscheint hierbei die Sektorentrennung, die durch klare Vorgaben und optimierte Behandlungspfade überwunden werden muss. Ziel ist eine effiziente Trennung und zugleich Abstimmung ambulanter und stationärer Versorgungsformen, um Qualität und Zugänglichkeit zu sichern. Zentraler Aspekt erscheint zudem die Aufweichung der Sektorentrennung hinsichtlich des bevorstehenden Fachärztinnen- und Fachärzte-Mangels.
Prof. Dr. Markus Wirth: Neuartiger machine learning basierter diagnostischer Algorithmus beim zervikalen CUP
Zusammenfassung:
Einen spannenden Einblick in die innovative Nutzung von DNA-Methylierungsprofilen gibt Professor Markus Wirth. Ziel der wissenschaftlichen Arbeit ist unter anderem die Entwicklung eines diagnostischen Algorithmus zur präzisen Identifikation und verbesserten Vorhersage des Primärtumors und dessen Subtyps beim zervikalen CUP (Cancer of Unknown Primary).
Session 2:
Prof. Dr. med. Kristen Rak: Digitale CI-Versorgung, ein interdisziplinärer und intersektoraler Ansatz?
Zusammenfassung:
Professor Kristen Rak beleuchtet in seinem Vortrag, wie digitale Tools die Patientenversorgung im Bereich der Cochlea-Implantat (CI)-Versorgung optimieren kann. Durch den Einsatz von Telemedizin und Remote CI-Anpassungen können Patientinnen und Patienten beispielsweise auch nach der Implantation flexibel betreut und ihre Fortschritte kontinuierlich gemonitort werden. Digitale Plattformen ermöglichen hierbei eine nahtlose Zusammenarbeit zwischen Ärztinnen und Ärzten, Akustikerinnen und Akustikern, CI-Zentren und Reha-Einrichtungen, was die Behandlung effizienter und individueller gestalteten kann
Priv.-Doz. Dr. med. Achim Beule: Was brauchen wir für eine reibungslose Zusammenarbeit zwischen ambulantem und stationärem Sektor?
Zusammenfassung:
PD Dr. Achim Beule erklärt im Kontext der HNO-ärztlichen Versorgung wie intersektorale, transsektorale und crosssektorale Ansätze genutzt werden, um die Qualität und Wirtschaftlichkeit der Patientenversorgung zu verbessern. Durch die bessere Vernetzung von ambulanten und stationären Bereichen sollen beispielsweise Doppeluntersuchungen vermieden und Warte- sowie Behandlungszeiten verkürzt werden.
Dr. med. Marc Unkelbach: Digitalisierung HNO-MVZ – Tipps und Tricks aus der Praxis
Zusammenfassung:
Dr. Marc Unkelbach beleuchtet die aktuellen „Megatrends“ in der HNO, wie Automation, künstliche Intelligenz (KI) und Versorgungsforschung und erklärt, wie der intelligente Einsatz digitaler Tools eine effizientere und präzisere Patientenbehandlung im HNO-Fachbereich ermöglicht. Ein Paradebeispiel ist hierbei die Implementierung digitaler Anamnesetools in die HNO-ärztliche Sprechstunde.
Session 3:Prof. Dr. med. Jochen Werner: Bedeutung der digitalen Innovation in der Medizin
Zusammenfassung:
In seinem motivierenden Vortrag zeigt Professor Werner auf, wie man die Chancen der Digitalisierung nutzen kann und muss, um in der sich schnell entwickelnden Welt der Smart Hospitals nicht nur Schritt zu halten, sondern auch aktiv Innovationen vorantreiben zu können. Dabei beleuchtet er aus eigener Erfahrung die Chancen, Risiken und Herausforderungen, die bei der praktischen Umsetzung von Digitalisierungsprojekten im Gesundheitswesen zu beachten sind.
Dr. Nadia Sadok: Erkennung pathologischer Augenbewegungsmuster bei Patienten mit akutem Schwindel mithilfe von Microsoft HoloLens 2
Zusammenfassung:
Dr. Nadia Sadok präsentiert ein Forschungsprojekt der Univ. HNO-Klinik Essen, bei dem im Rahmen der Schwindeldiagnostik virtual-reality-Technologie zur Erkennung pathologischer Augenbewegungen bei akutem Schwindel zum Einsatz kommt. Durch die Nutzung sollen pathologische Augenbewegungen in Echtzeit analysiert werden und zukünftig eine rasche Ersteinschätzung über das mögliche Vorliegen einer zentralen oder peripheren Akutpathologie erfolgen.
Merlin Engelke: Spracherkennung in der Dokumentation
Zusammenfassung:
Merlin Engelke stellt in seinem Vortrag „MeDict“ vor, ein Programm zur Spracherkennung und somit Reduktion der ärztlichen Dokumentationszeit. Das angestrebte Ziel des MeDict-Systems ist der Transfer von „speech-to-text“ zu „speech-to-content“, zur Steigerung der Effizienz und Präzision in der ärztlichen Dokumentation.
Dr. med. Joachim Draws: Zielgruppen-fokussierte Verbreitung innovativer Lösungen unter Berücksichtigung der Diffusionstheorie
Zusammenfassung:
Mit seinem reflektierten Vortrag zum Thema Diffusionstheorie von Innovationen schafft Dr. Joachim Draws einen gelungenen Abschluss der digiHNO-Kongress-Vortragsreihe, in dem er verdeutlicht, dass sich kaum eine Innovation von alleine durchsetzt. Innovationen verbreiten sich meist in mehreren Phasen, wobei ihre Akzeptanz in verschiedenen Gruppen entscheidend für ihren Erfolg ist. Der Vortrag unterstreicht sehr schön die Bedeutung von Kommunikation und Netzwerkbildung, um den Erfolg von Innovationen in der Praxis sicherzustellen und ihre Verbreitung effektiv zu fördern.
Speed-Networking-Arbeitstreffen: Tapas-Bar Pelayo
Der 3. digiHNO-Summit klingt bei einem gemeinsamen Abendessen und Networking in der Tapas-Bar Pelayo aus. Wir danken allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern herzlich für ihr Engagement und ihre aktive Teilnahme und freuen uns darauf, Sie bald wieder begrüßen zu dürfen.
Anschriften der Verfasser:
Prof. Dr. med. K. Rak
Vorsitz AGru digiHNO
Univ. HNO-Klinik
Josef-Schneider-Str. 11, D-97080 Würzburg
Dr. med. S. Fahimi-Weber
Stellv. Vorsitz/Schriftführerin AGru digiHNO
HNO-Zentrum-Ruhr
Bocholder Str. 2, D-45355 Essen
Dr. med. B. Spahn
Univ. HNO-Klinik
Josef-Schneider-Str. 11, D-97080 Würzburg